Wir brauchen Jungunternehmen!

Unser Verein besteht nun bereits seit 5 Jahren. Wir haben die letzte Vorstandssitzung genutzt, um über unsere Erfahrungen zu diskutieren. Als erstes haben wir unsere Ziele angesehen:

Wir stehen für – Hilfe zur Selbsthilfe –Unser oberstes Ziel ist, dass die geleistete Hilfe Nachhaltig ist. Gescheiterte Hilfsprojekte beweisen, dass es nicht ausreicht ist einfach nur Geld und Hilfsgüter zu schicken. Die Menschen müssen ein eigenes Auskommen finden.

In den letzten Jahren haben wir uns darauf konzentriert, den Menschen im Frühling und Herbst Essen und Kleidung zu geben, dann im Winter Brennholz und Baumaterial für Hausreparaturen. Der Erfolg unserer Aktionen gibt uns recht. Nachteil: die Menschen bleiben abhängig von uns.

Wir haben beschlossen unser Handeln anzupassen.

Es ist also wichtig, dafür zu sorgen, dass die Menschen ein eigenes Auskommen finden. Wir wollen das lokale Unternehmertum fördern und den Menschen möglichst gute Startchancen in die Selbständigkeit zu geben. Wir glauben fest daran, dass jeder eine Fähigkeit hat, mit der Geld verdient werden kann. Unsere lokalen Partner bestätigen uns in dieser Ansicht.

Die Titus Schule hat, zusammen mit einem amerikanischen Hilfswerk, mit der Ausbildung von zukünftigen Unternehmern begonnen. Die Dorfbewohner erhalten nun Unterricht in Marketing, Buchhaltung und Recht. Mittels Coachings wird eine Geschäftsidee entwickelt. In diesem Prozess entsteht ein «Business Case». Dieses Dokument beschreibt die Geschäftsidee, klärt das Marktpotential und berechnet die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben. Für uns ist es wesentlich, dass sich die Unternehmer ernsthaft Gedanken über die Durchführbarkeit Ihrer Idee machen.

Wichtig: Das amerikanische Hilfswerk kommt für die Schulung der Unternehmer auf, die Menschen müssen das notwendige Startkapital selber beschaffen. Leider ist das in diesem armen Landstrich viel schwieriger als in der Schweiz. Hier würden wir als SOSNachbar gerne ansetzen.

Aufgrund bisheriger Gespräche glauben wir, dass ca. 600€ pro Unternehmen ausreichend sind.

Wir sind der Ansicht, dass dies ein sehr guter Deal ist, mit einer einmaligen Zahlung könnten wir einer ganzen Familie auf die Füsse helfen. Der Teufelskreis von Not, der Sendung von Hilfsmitteln und Abhängigkeit könnte endlich durchbrochen werden.

Nächste Schritte

Wir haben uns bereiterklärt, dass wir in einem ersten Testlauf 2-3 Business Cases zu je 600 Euro finanzieren werden.

Anschliessend werden wir die gewonnenen Erfahrungen nutzen und entscheiden ob und wie wir hier weitermachen wollen. Vermutlich wäre es ein guter Weg einen Teil des eingesetzten Kapital zurückzufordern. So könnte Ihr investiertes Geld mehrfach eingesetzt werden.

Wollen Sie sich an einem dieser Business Cases beteiligen? Wir stellen diese ab Mai auf unserer Webseite vor.

Spenden Sie jetzt und helfen Sie uns, das Ziel von 1’800 Euro zu erreichen. Geben Sie den drei Familien neue Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Der Unterricht für unsere Jungunternehmer hat bereits gestartet. Die Bilder zeigen den ersten Unterrichtsblock vom April. Im Mai 2019 wird der zweite durchgeführt.